Sven-Christian Kindler
Sven-Christian Kindler kandidierte erfolgreich in der Bundestagswahl 2009 als Bundestagskandidat von Bündnis90/Die Grünen für Niedersachsen und ist jetzt der jüngste Grünen-Abgeordnete (der zweitjüngste insgesamt) im Bundestag. Daneben ist er wahrscheinlich der erste nachweisbar vegane Bundestagesabgeordnete. Zuvor war er Sprecher der Grünen Jugend Niedersachsen sowie Mitglied des dortigen Parteirats.Gegen Rassismus engagiert er sich umfangreich, mit Vorträgen, Straßentheater und der CD "Abrocken und Nazis stoppen". Laut Selbstauskunft auf der Seite der Grünen Jugend setze er sich v.a. für "eine gerechte Zukunft für die Jugend" ein, das betreffe Kinder- und Jugendarmut, Ausbildungsplätze, Bildung, Grundsicherung und Investitionen in öffentliche Institutionen. Sein zweites großes Ziel ist, die Industriegesellschaft sozial und ökologisch zu gestalten, dazu gehören erneuerbare Energien und Klimaschutztechnologien, Atomausstieg, ökologische Finanzreform und Verhinderung neuer Kohlekraftwerke.
Laut zweier Zeitungsartikel ist der Veganer. In dem einen wird er zitiert mit: "Ich habe nicht das Gefühl, dass ich weniger abwechslungsreich esse als Nicht-Veganer. Mir geht es mit der Entscheidung sehr gut. Auch gesundheitlich fühle ich mich richtig fit." Auf seiner Internetseite heißt es, er koche "am liebsten frisch, bio, vegan und gemeinsam".
Sein Engagement für Veganismus bezog sich – soweit bekannt – bisher auf die Verteilung von veganen Grillspezialitäten zusammen mit seiner Kollegin Frieda von Hugo am Rotenburger Strand. Diese Aktion begründete sie (zumindest laut dem Eintrag auf seiner Internetseite) ausschließlich ökologisch und anthropozentrisch. In einem Artikel auf der Internetseite der Grünen Jugend über vegane Ernährung erklärte er, vegane Ernährung sei möglich und unvegane i.d.R. ungesünder. Tierrechtsethischen Aspekte wurden dort erwähnt ("So zeichnet sich gerade die vegane Ernährung durch eine geringe Umweltbelastung aus und vermeidet gleichzeitig die qualvolle Ausbeutung und Tötung von leidenden Tieren.").
Die Frage auf abgeordnetenwatch.de über seine Haltung zu einem "geplante[n] Stall-Konzept in Krelingen" hat er entschieden ablehnend beantwortet, es aber mit Problemen der Zuwegung und der Schadstoffentsorgungen statt tierrechtsethisch begründet.
Wie Ska Keller und Kathrin Henneberger gehört er wahrscheinlich zu den hauptsächlich ökologisch motivierten Veganern der Grünen. mp
Adresse:
http://tierrechtspartei.de/sven-christian-kindler
2. November 2009
